Malaysia

Teeplantagen und Wanderungen in den Cameron Highlands

Vanessa, Grün, Teeplantagen

Der Bus aus Kuala Lumpur nach Tanah Rata / Cameron Highlands fuhr pünktlich ab. Nach nur ein paar Kilometern auf dem Highway, stieg die Temperatur im Bus sehr an. Leider war die Klimaanlage ausgefallen und somit konnte der Busfahrer nur die Lüftung einschalten. Die Sonne erhitze das Stück Metall auf Rädern recht schnell und alle Passagiere waren am Schwitzen. Mit etwas Sarkasmus in der Stimme sagte ich zu Vanessa: ,,Zum Glück müssen wir nur vier Stunden fahren.“ Nach gut dreieinhalb Stunden in der rollenden Sauna hielten wir auf einem Rastplatz an, um auf kleinere Busse umzusteigen. Diese fuhren uns in einem affenzahn die Serpentinen hinauf, so dass wir froh waren als wir gesund und munter in Tanah Rata ankamen.

Unsere Unterkunft lag etwa 300 Meter von der Hauptstraße des Ortes entfernt. Das Zimmer war sehr schön und wir machten uns auf den Ort zu erkunden. Am nächsten Morgen wollten wir gerne eine geführte Tour buchen. Im Internet haben einige Urlauber sehr gute Rezessionen über Mr. Satu geschrieben, somit buchten wir diese Halbtagestour über unser Hotel. Überraschend begrüßte uns am Morgen jedoch nicht Mr. Satu, sondern ein anderer sehr netter Guide. Wir nahmen im Geländewagen Platz und fuhren los. Mit uns an Bord waren noch drei weitere Deutsche. Nach nicht mal einer Minute schepperte es und wir schauten ganz verdutzt nach vorne durch die Windschutzscheibe. Unser Fahrer ist wohl ein Morgenmuffel und hatte die Augen noch nicht ganz auf. Er hatte mal eben den Wagen vor uns angeschoben. Zwei Fotos geschossen, kurze böse Blicke folgten und die Sache war gegessen. Wir sammelten noch ein weiteres deutsches Pärchen ein und fuhren Richtung Mossy Forest. So viele Deutsche auf einem Haufen hatten wir auf unserer Reise auch noch nicht.

Mossy Forest

Wie der Name schon sagt, ist der Wald besonders für sein Moos bekannt. Der Wald ist sehr empfindlich und somit ist er größtenteils gesperrt. Nur mit einer speziellen Erlaubnis ist es gestattet, die Flora und Fauna für ein kleines Zeitfenster am Tag zu entdecken. Unser Tourguide ist schon seit 1988 in diesem Gebiet unterwegs und konnte uns so einige Informationen zu Pflanzen, Tieren und der Region geben. Nach dem Wald folgten die Teeplantagen.

BOH Teeplantage

Die BOH Teeplantage wurde 1929 von J.A. Russel gegründet und ist der größte Hersteller von Tee in Malaysia. Wir haben uns die Sungai Palas Tea Plantation näher angeschaut. Man hat sofort gemerkt, dass alle Touren hierherführen. Es waren unzählige Touristen auf diesem Gelände. Etwas zu voll für unseren Geschmack. Ein Puzzleteil für den großen Erfolg des Tees von dieser Plantage soll die sehr alte Produktionsmaschine sein. Laut der Aufschrift stammt die Maschine aus 1935 und bringt das Gewisse etwas in den Tee. Auf dem Gelände befindet sich noch ein Lokal, wo man den Tee gleich probieren kann. Die Aussichtsplattform schließt direkt an und der Blick über die Plantagen ist wirklich schön. Auch wenn viele Touristen vor Ort sind, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Zwischen den einzelnen Stopps haben wir an der Straße angehalten und konnten ein paar Bilder von der Natur und den Teeplantagen machen. Am Ende haben wir noch bei einer Erdbeerfarm gehalten. Diesen Stopp hätte man allerdings getrost auslassen können. Die Tour nahm um 12:30 sein Ende und wir wurden an unserem Hotel wieder abgesetzt. Neben den geführten Touren kann man auch einige Trails auf eigene Faust absolvieren. Eigentlich hatten wir Trail 9 und 9a ins Auge gefasst, aber die nette Dame an der Rezeption riet uns strikt von dieser Route ab. In den letzten Jahren wurden immer wieder Leute ausgeraubt. Somit änderten wir unsere Route und nahmen Trail 4. Dieser sollte an einem Wasserfall entlangführen. Dort angekommen, waren wir etwas enttäuscht. Das Wasser und der Wasserfall waren von Müll übersät. Der Trail an sich war okay, aber kein Highlight.

Am nächsten Morgen nahmen wir uns Trail 10 vor. Das Ziel war der Gipfel des Gunung Jasar. Der Weg schlängelte sich durch einen Regenwald der Spitze entgegen. Der Aufstieg war teilweise sehr anstrengend, da die Steigung ziemlich stark war. An manchen Stellen mussten wir sogar unsere Kletterkünste unter Beweis stellen. Der Ausblick von dem Berg ist sehr schön und man kann dort in Ruhe etwas verweilen. Der Abstieg ging auch mitten durch den Regenwald. Die letzten 2 Kilometer ins Dorf zurück mussten wir dann an der Straße entlanglaufen. Es war auch mal schön wieder einen festen Boden unter den Füßen zu haben. Den übrigen Tag verbrachten wir mit der Planung der weiteren Reise. Wann wollen wir wo sein? Müssen wir noch einen Flug buchen? Strand oder doch lieber Sightseeing? Diese und noch weitere Fragen haben uns beschäftig. Auf welches Resultat wir gekommen sind, erfahrt ihr in den nächsten Artikeln.

2 Gedanken zu „Teeplantagen und Wanderungen in den Cameron Highlands

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