Australien

Sydney – Wiedersehen nach acht Jahren

Opera House, Wasser

Die Freude auf die kommenden Tage war Vanessa ins Gesicht geschrieben. Ein glückliches Lächeln machte sich in ihrem Gesicht breit, als wir auf Bali ins Flugzeug stiegen. Tschüss Südostasien und willkommen in Australien! Vanessa war bereits 2011 in Sydney und hat dort als Au Pair gearbeitet. Sie hat sich in die Stadt verliebt und konnte es kaum abwarten mir alles zu zeigen.

Nach der Landung in Sydney haben wir uns am Flughafen mit einer Sim Karte, Bargeld und einer lokalen Bahnkarte ausgestattet. Der Großstadtdschungel konnte also kommen. Mit der Bahn sind wir bis in die Innenstadt gefahren, wo wir in den Bus umgestiegen sind, um zu unserer Airbnb Unterkunft zu gelangen. Die nächsten Tage haben wir uns in Crows Nest eingemietet, einem kleinen Stadtteil nördlich der Sydney Harbour Bridge. Dieser Ausgangspunkt war brillant, um alles zu erkunden. Vanessa hatte bereits für unsere Tage in Sydney Pläne geschmiedet.

Am Ankunftstag erkundeten wir die Gegend um die Sydney Opera und fuhren mit der Fähre vom Circular Quay nach Manly. Dort durfte Vanessa mit Freude feststellen, dass es ihr Lieblingseis und Sushi am Manly Wharf immer noch gibt. Somit haben wir uns erstmal etwas gestärkt bevor es weiter an den Strand ging. Am Abend wartete seit langer Zeit der erste Supermarkteinkauf auf uns. Nach drei Monaten essen gehen freut man sich sogar mal wieder einkaufen zu gehen und zu Hause zu essen.

Unser zweiter Tag in Sydney war Silvester. Da dies in Sydney ein absoluter Publikumsmagnet ist, schafft man an dem Tag nicht viel anderes außer sich einen Platz zu sichern und bis Mitternacht zu warten. Auch wenn es der Traum von Vanessa war das Feuerwerk in Sydney einmal live zu sehen, waren wir nicht bereit schon morgens um 8 Uhr in der Schlange für einen der begehrten Plätze zu stehen. Wir haben uns Tickets für 25 Euro pro Person am Breadleys Head (Athol Lawn) gekauft. Dort mussten wir „erst“ um 14:30 Uhr anstehen. Die Plätze mit einem guten Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge waren aber auch begrenzt. Anfangs hatten wir einen mittelmäßigen Platz ergattern können. Wir konnten zwar beide Sehenswürdigkeiten sehen, mussten aber zwischen den Ästen eines Baumes durch luschern.
Um ca. 17 Uhr fing es dann für 2 Stunden an wie aus Eimern zu schütten. Keiner war auf solch einen Schauer eingestellt und jeder einzelne war bis auf die Unterhose nass geworden. Um 21 Uhr begann dann das kleine Feuerwerk für die Kinder und anschließend haben wir mit dem Gedanken gespielt, uns auf den Heimweg zu machen. Es war kalt und wir waren immer noch klitsche nass. Wie es der Zufall wollte, ist ein etwas älterer Herr aufgebrochen und ein Platz mit perfektem Blick wurde frei. Diese Chance ließen wir uns nicht entgehen, rissen uns zusammen und blieben bis Mitternacht. Es hat sich definitiv gelohnt!! Das Feuerwerk und die Atmosphäre waren grandios. Ein Mal im Leben sollte man sich diese Strapazen antun, um das Sydney Feuerwerk live zu erleben.

Ausschlafen gehört zu Silvester genauso dazu, wie das Feuerwerk. Somit machten wir uns am Nachmittag mit dem Bus auf nach Northbridge, um die Erinnerungen von Vanessa wiederaufzufrischen. In Northbridge hatte sie sieben Monate in der Gastfamilie gelebt. Der Stadtteil ist wirklich schön und gerade für Familien sehr einladend. Wir streiften durch die Straßen und besuchten das Haus, welches Vanessa in dieser Zeit ihr Zuhause nannte. Die Gastfamilie ist mittlerweile umgezogen und somit konnten wir das Haus nur von draußen anschauen. Anschließend haben wir uns wieder auf den Weg zu unserer Unterkunft gemacht.

Am dritten Tag in Sydney wollten wir die Natur Sydneys bewundern und sind mit dem Bus zum Coogee Beach gefahren, wo wir den Coastal Walk starteten. Dieser erstreckt sich von Coogee Beach entlang der Küste bis Bondi. Wir haben mit Pausen ca. drei Stunden für diese Strecke gebraucht. Strände, Klippen und das Meer begleiten dich auf diesem Weg und du kannst einfach mal die Seele baumeln lassen. Abends sind wir nur noch etwas Essen gegangen und haben den Tag in unserem Zimmer ausklingen lassen.

Es gibt so viel in Sydney zu sehen und zu erleben. Besonders die Innenstadt hat viel mehr zu bieten als die Sydney Opera und die Harbour Bridge. Einkaufsstraßen, Parks und kleine Viertel machen die Stadt sehr lebenswert. Vanessa hatte mich überzeugt, diese Stadt gehört ab sofort zu unseren Lieblingsstädten! Nach über 7 Stunden in der Innenstadt ging auch der vierte Tag vorbei.

Am vorerst letzten Tag in Sydney sind wir zu den Nordstränden gefahren. Am Palm Beach ging es zum Leuchtturm hinauf. Dieser liegt auf einem kleinen Berg direkt neben dem Strand. Es war wieder sehr heiß und wir schwitzen aus allen Poren, aber der Aufstieg lohnt sich sehr. Der Ausblick vom Fuße des Leuchtturms ist beeindruckend. Um anschließend noch etwas zu entspannen, haben wir uns eine Portion Fish and Chips gegönnt und uns anschließend in die Sonne gelegt. Eine kleine Abkühlung im Meer durfte natürlich auch nicht fehlen. Das Bussystem in Sydney ist richtig gut ausgebaut, somit ist es ein leichtes von A nach B zu gelangen. Am Abend sind wir noch auf einen Drink ins Crows Nest Hotel gegangen.

Das nächste Ziel wartete bereits auf uns und somit machten wir uns am Samstagmorgen auf in die Blue Mountains. Die Natur rief und sollte uns wieder in ihren Bann ziehen.


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