Singapur

Singapur – The Green Site of Life

Insel, Wasser, Berg, Ausblick, Wolken

Wusstet ihr, dass Singapur auch neben dem Marina Bay Sands, Gardens by the Bay und dem Singapore Flyer auch eine grüne Seite zu bieten hat? Wir haben mit unseren Freunden Isi und Philly die Natur in und um Singapur erkundet.

Zu viert starteten wir also das Abenteuer Singapur und begegneten seiner grünen Seite mit staunen. Isi und Philly haben sich im Vorweg schon mit dem Stadtstaat beschäftigt und drei Ziele ausgemacht, die wir unbedingt erleben wollten.

Botanischer Garten

Mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar und einer jährlichen Besucherzahl von über 4 Millionen Besucher gehört der Botanic Garden in Singapur zu den wichtigsten botanischen Gärten Südostasiens. Seit 2015 zählt der Botanic Garden zu den UNESCO-Weltkulturerben. Mit der Metro ging es von der Unterkunft zum Haupteingang des botanischen Gartens, unserem Startpunkt für diesen Tag. Schon nach ein paar Schritten wurden wir in den Bann des Parks gezogen. Die natürliche Gestaltung und Vielfältigkeit sind beeindruckend. Man kann seine Seele an den Seen, zwischen den Baumkronen oder bei einem Spaziergang durch den Regenwald baumeln lassen. Man sollte sich mindestens einen halben Tag Zeit für diesen Ausflug nehmen. Hervorzuheben ist, dass nur der Orchideen-Park kostenpflichtig ist. Ansonsten kann man den botanischen Garten kostenfrei bestaunen.

Pulau Ubin

Der nächste Tag in der Natur sollte folgen und hielt viele Überraschungen für uns parat. Pulau Ubin ist eine Insel im Nordosten Singapurs. Die Insel ist ungefähr 8 km lang und ca. 1,5 km breit und wird gerade mal von 100 Menschen bewohnt. Sie ist bekannt für ihre zahlreichen Vogelarten. Mit einem Boot (pro Person/pro Tour SGD 3) setzten wir über und liehen uns Mountainbikes (pro Fahrrad SGD 6) für die Umrundung der Insel aus. Es dauerte nur kurze Zeit, bis wir den ersten Vogel in einer Baumkrone erhaschten. Es war ein Orienthornvogel und wir waren völlig aus dem Häuschen. Wir konnten unser Glück kaum fassen und fuhren erwartungsvoll weiter.

Der nächste Stopp war der höchste Hügel der Insel, der Puaka. Da unsere Fahrräder die einzigen am Fuße des Hügels waren, erwarteten wir eine menschenleere Aussichtsplattform. Diese Erwartung wurde allerdings nicht erfüllt, denn es tummelten sich ca. 8-10 Leute auf der kleinen Fläche. Aus der anfänglichen Ernüchterung entwickelte sich aber schnell pure Begeisterung, denn es waren Hobby-Ornithologen. Es stellte sich heraus, dass sogar eine Deutsche diese Gruppe begleitete. Wir durften der Gruppe für einen Moment beitreten und naheliegenden Vögel durch deren Fernglas mitbeobachten. Das war so spannend! Zusätzlich haben wir in kurzer Zeit viel über den Vogelbestand in Singapur gelernt. In den letzten Jahren hat die Zahl der Zugvögel in dieser Region abgenommen. Grund dafür sind die vielen Hochhäuser, die auf der Flugroute neu erbaut wurden. Die Lichter an den Häusern blenden die Vögel und daraus resultierend sterben leider sehr viele Zugvögel, da sie den Gebäuden nicht rechtzeitig ausweichen können.

Als wenn das nicht schon genug Abenteuer für einen Tag war, ging es munter weiter. Auf unserem Weg über die Insel sahen wir noch Affen, eine Schlange, Fischreiher, Spechte, Schmetterlinge und zu guter Letzt wurden wir von einem Nasenbären gestoppt, der die Straße kreuzte. Die Geräuschkulisse der Tiere ist unbeschreiblich auf dieser Insel. Vergleichbar mit einer Autobahn, doch wunderschön. Leider geht auch der schönste Tag mal zu Ende und somit machten wir uns wieder auf den Weg zu unserer Unterkunft.

McRitchie Trail

Wir können uns nicht daran erinnern, wann wir zuletzt so doll geschwitzt haben wie an diesem Tag. Der MacRitchie Trail hat eine Gesamtlänge von ungefähr 11 km und führt Berg auf und ab durch den tropischen Regenwald. Nach der Hälfte der Tour erwartete uns der TreeTop Walk. Der Ausblick von der Hängebrücke durch die Baumkronen, war jede Anstrengung wert! Auch für dieses Erlebnis muss man keinen Eintritt bezahlen. Auf der zweiten Hälfte wurden wir leider des Öfteren vom Regen begleitet. Dies hatte zu Folge, dass die Wege sehr matschig wurden. Der Regenwald bietet einen guten Regenschutz, sodass wir die Tour jedoch ohne große Unterbrechungen fortsetzen konnten. Die Wanderung war anstrengend, doch es lohnt sich auf jeden Fall! Wir würden diese Tour wieder machen.

Wir haben Singapur in unser Herz geschlossen. Die vielen unterschiedliche Fassetten, die diese Stadt zu bieten hat, gepaart mit der hohen Lebensqualität haben uns wirklich beeindruckt. Abschließend können wir sagen, dass wir uns vorstellen könnten in Singapur zu leben. Übrigens haben wir unser Tagesbudget von EUR 45 pro Person nicht überschritten.


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