Australien

Mit der Betty auf der Great Ocean Road

Wer ist Betty? Warum die Great Ocean Road und nicht Tasmanien? Was ist passiert? Diese Fragen stellt sich sicherlich der ein oder andere, der unsere Reiseroute kannte. Es kam alles doch etwas anders als wir geplant hatten.

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt sind wir aufgrund von Mutter Natur in Airlie Beach stecken geblieben. Die Regenmassen sind nicht weniger geworden und die Überschwemmungen in Queensland nahmen weiterhin zu. Das Resultat aus dieser Naturkatastrophe war, dass alle Straßen Richtung Cairns gesperrt wurden und keiner gen Norden reisen konnte. Unsere Tour in Cairns zum Cape Tribulation konnten wir uns somit abschminken.


Im Norden Australiens wurde alles vom Regen überschwemmt und auf der Insel Tasmanien ist ein Buschfeuer nach dem anderen ausgebrochen. Tasmanien sollte eigentlich unser nächstes Ziel auf unserem Abenteuer sein, doch Einheimische, die auf Tasmanien leben, haben uns strickt abgeraten die Insel zu besuchen. Daraufhin haben wir unseren Camper Van auf Tasmanien storniert und mussten unsere Flüge umbuchen. Leider sind durch die Stornierung und Umbuchung einige Kosten zu unseren Lasten hängen geblieben. Ein bis zwei Tage hat uns das ziemlich runtergerissen, doch wir versuchten einen neuen Plan zu schmieden, um wieder in glücklichere Tage starten zu können. Wir stellten uns somit die Frage „Was würde uns glücklich machen?“. Rückblickend können wir können sagen, dass sich das Blatt zum Guten gewendet hat und wir eine herrliche Zeit im Süden Australiens hatten und die Zeit nicht eintauschen möchten.


Die Story beginnt in Melbourne, wo wir unseren Camper Van abgeholt haben. Wir tauften unsere fahrende Schlafkoje auf den Namen Betty und sind gleich aufgebrochen. Erster Stopp war Torquay ein kleiner Surfer Ort rund 100 Kilometer von Melbourne entfernt. In Torquay sind wir ein Mal durch den Ort gelaufen und haben für die nächsten beiden Tage Proviant gekauft. Anschließend haben wir uns auf den Weg zu unserem ersten Campingplatz gemacht. Als Surfliebhaber konnten wir aber natürlich nicht am Bells Beach vorbeifahren. Dieser Strand ist bekannt für seine tollen Wellen. Wir wären zu gerne eine Welle geritten, hatten aber leider kein Surfboard dabei. Der Leuchtturm in Aireys Inlet war auch einen kurzen Stopp wert. Die erste Nacht haben wir auf einem Campingplatz in Lorne verbracht.


Am nächsten Morgen sind wir in Lorne zum Teddy‘s Lookout gefahren. Die Aussicht auf das Meer und die Great Ocean Road ist wundervoll und sollte man auf jeden Fall sehen, wenn man in dem kleinen Örtchen ist. Nächstes Ziel war der Maits Rest Regenwald, wo wir uns ein wenig bewegen konnten nach ca. 100 Kilometer Autofahrt. Der Walk durch den Regenwald dauert ca. 45 Minuten und ist sehr beeindruckend. Es gibt gigantische Bäume, wovon einige von innen hohl sind, sodass man sich hineinstellen kann.
Die Great Ocean Road sollte man ein Mal in seinem Leben gefahren sein. Die Nähe zum Meer und die Aussicht auf der Strecke sind unbeschreiblich. Zusätzlich gibt es mehrere Look Outs, bei denen man spontan anhalten kann. Besonders das Teilstück zwischen Lorne und den Twelve Apostles hat es uns angetan.


Die Twelve Apostles waren auch das nächste Highlight auf unserer Tour. Unser Plan war es sie zum Sonnenuntergang zu bestaunen. Leider hatte es das Wetter nicht gut mit uns gemeint und es fing am Abend an zu regnen. Wir sind trotzdem kurz hingefahren. Trotz des Wetters sind an dem Abend ein paar sehr schöne Fotos entstanden. Da wir sowieso dort in der Nähe in Princetown auf einem Campingplatz genächtigt haben, sind wir am nächsten Morgen bei etwas besserem Wetter nochmal hingefahren. Auf dem Weg haben wir auch noch einen kurzen Stopp bei den Gibson Steps gemacht. Hier kann man an den Strand runter gehen und sich einen Teil der Apostel anschauen. Wir hatten den Strand für uns alleine und haben mal die Wassertemperatur getestet. Keine 10 Pferde hätten uns ins Meer bekommen.

Nach dem zweiten Besuch bei den Aposteln fuhren wir die Küste weiter entlang zum Loch Ard Gorge, The Arch und der London Bridge. Bei den einzelnen Stopps findet man teilweise Schilder, die alte Geschichten zu den Steinformationen und Buchten erzählen. Von dort ging es für einen kurzen Einkaufsstopp nach Warrnambool, dem Ende der Great Ocean Road. Unsere Fahrt war allerdings noch nicht beendet, wir entschieden uns an dem Tag noch zum Grampions-Nationalpark ins Inland zu fahren. Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag.


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