Australien

Fraser Island ein Fleck Paradies an der Ostküste (2/3)

Strand, Sonnenuntergang, Auto

Fraser Island ist mit über 1800 Quadratkilometern die größte Sandinsel auf der Welt. Die Aborigines nenne diese Insel in ihrer Sprache „K´gari“, was Paradies bedeutet. Fraser ist seit 1992 sogar Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Unsere Tour begann in Hervey Bay, wo wir in unseren Geländewagen stiegen. Unsere Gruppe bestand aus ca. 23 Leuten. Mit dem Wagen ging es Richtung Fähranleger, wo die Fähre bereits zur Abfahrt auf uns wartete. Die Überfahrt nach Fraser dauerte ca. 45 Minuten und wir fuhren durch eine fette Regenfront. Als wir auf der Insel ankamen, dominierte die Sonne wieder und die Wolken verzogen sich.

Der erste Stopp auf unserer Tour war der Lake McKenzie. Ein großartiger See, der einer blauen Lagune gleicht und nur aus Grundwasser besteht. Die Abkühlung tat richtig gut, denn die Fahrt durch den Wald auf Fraser ist eine ziemlich wackelige und aufregende Angelegenheit. Durch Sand, über Baumwurzeln und großen Schlaglöchern ging es zum nächsten Highlight. Es war eine Tour durch einen Teil des Regenwaldes. Tom – unser Guide – erzählte uns viel über die Geschichte der Insel, sowie die Flora und Fauna. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu unserem Camp.

Das Camp liegt ca. 150 Meter vom Meer entfernt und war für die nächsten zwei Nächte unser Zuhause. Wir teilten uns ein Zelt mit Jacob, einem Schweizer, der auch größtenteils unser Fahrer auf der Tour war. Jeder der wollte durfte sich als Fahrer melden und den Geländewagen über die Insel steuern.  Zum Abendbrot gab es Würstchen vom Grill mit Brötchen und Salat. Die Nacht brach an und der Sternenhimmel zeigte sich von einer ganz besonderen Seite. Wir sind nochmal zum Strand gegangen und haben ein paar Bilder gemacht und die Milchstraße bewundert. Dabei begleiteten uns unsere Kopflampen, um Schlangen rechtzeitig zu sehen und rote Stöcker zu Abwehr gegen die wilden Dingos.

Am nächsten Tag haben wir uns einen Wecker um 5 h gestellt, um den Sonnenaufgang am Strand zu verfolgen. Die Sonne ließ den Himmel in einem wundervollen orange erstrahlen und das Meer warf eine nach der anderen Welle an den Strand. Ein schöner Morgen, wären da nicht die lästigen Fliegen gewesen. Die Fliegen auf Fraser sind ca. 4 Mal so groß wie unsere Fliegen in Deutschland. Unterschied ist, dass die Fliegen beißen, vergleichbar mit Bremsen bei uns. Es hat sich trotzdem gelohnt so früh aufzustehen.

Nach dem Frühstück ging es mit den Geländewagen los. Der erste Halt war an der SS Maheno, einem Schiffswrack, welches am Strand seit Jahren liegt und die Touristen anzieht. Die SS Maheno war ein Ozeandampfer der zwischen 1905 und 1935 zwischen Neuseeland und Australien operierte. Anschließend haben wir einen Halt am Indian Head gemacht. Der Indian Head ist ein Aussichtspunkt, von dem man die Landschaft sehen und evtl. Meerestiere beobachten kann. Wir hatten Glück und haben Haie, Rochen und eine Schildkröte gesehen.

Nächster Halt waren die Champagne Pools! Die Champagne Pools sind eine Badestelle direkt am Meer, wo die Wellen über Vulkangestein in einen Pool brechen. Je nach Tiede sind die Pools besser zu erkennen. Durch das blubbernde Wasser bekam diese Area ihren Namen. Also wer mal in „Champagner“ baden möchte, sollte diesen Spot nicht auslassen.

Nach der Mittagspause haben wir noch den Eli Creek besucht. Der Bach entspringt auf der Insel und führt Trinkwasser, ehe er in das Meer mündet. Wir waren am Australia Day dort und es waren viele Einheimische an diesem Ort, um den Nationalfeiertag zu zelebrieren. Die Stimmung war großartig! Der Strom des Baches war recht stark, sodass viele Besucher sich mit Schwimmringen und Bier in der Hand Richtung Meer haben treiben lassen. Nach ca. 2 Stunden am Eli Creek machten wir uns wieder auf den Weg ins Camp.

Der dritte Tag startete aufregend mit einem Skorpion in unserem Zelt, verlief dann aber eher unspektakulär. Wir haben uns den Lake Wabby und den Lake Birrabeen angeschaut und konnten uns dort etwas abkühlen. Um zu dem Lake Wabby zu gelangen, muss man ca. 45 Minuten wandern. Es geht durch einen Wald und durch riesige Sanddünen. Die Dünen waren dabei das Besondere an diesem Spot. Nach den beiden Abkühlungen machten wir uns wieder auf den Weg zur Fähre. Die Tour neigte sich dem Ende zu und wir kamen wohlbehalten wieder in Hervey Bay an.

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