Australien

Das Abenteuer mit Betty geht weiter – Unterwegs durch Victoria und Süd Australien

Grampians

Weiter ging es zum Grampians-Nationalpark. Laut Google Maps sollte die Fahrt 1,5 Stunden von Warrnambool dauern. Wir hatten somit genug Zeit bis die Rezeption vom Camping Platz schließen sollte. Da war Google Maps etwas zu optimistisch. Aus einer geraden Strecke in Richtung Norden wurden auf Grund von Baustellen und unbefahrbaren Schotterpisten viele Umwege immer weiter in Richtung Westen. Zu allem Überfluss war dies natürlich auch der erste Tag, an dem mal wieder schönes Wetter war und wir im Auto quasi gegrillt wurden. Nach nicht-enden-wollenden 2,5 Stunden hatten wir es dann doch geschafft. Und der Aufwand können wir euch sagen wurde belohnt!
Schon als wir in den Nationalpark reinfuhren, waren wir von der Aussicht auf die Berge völlig überwältigt. Der Campingplatz in Halls Gap (Halls Gap Lakeside Tourist Park) hat dem ganzen dann das so genannte „I-Tüpfelchen“ aufgesetzt. So einen Platz haben wir noch nie gesehen, auch nicht in Deutschland. Duschhäuser besser als im Hotel, zwei Pools, schöne Stellplätze und der Campingpatz mitten zwischen den Bergen. Unser Stellplatz war am Rande des Platzes direkt an einem kleinen Tal zum Berg gelegen. Das war besser als Kino. Man hat immer Kängurus, Vögel oder andere Tiere entdeckt. Überhaupt war der Platz voll von Tieren. Die Tiere waren (leider) schon so an die Campingplatzbesucher gewöhnt, dass sie sich sehr nah rangetraut haben. So hatten wir Kängurus, Vögel, einen Hirsch und ein Reh direkt auf unserem Stellplatz zu Besuch. Auf einer benachbarten Wiese haben wir bei einem Spaziergang auch noch Emus entdeckt.

Nun aber genug geschwärmt vom Campingplatz, denn die Grampians haben auch einiges zu bieten. Die vielen Felsketten, Canyons und Seen sind atemberaubend. Die Form der Felsen ist absolut ungewöhnlich. Wir haben bei unserem ersten Grampians Besuch den Pinnacle Walk gemacht, sind zu den MacKenzie Falls gewandert und haben die Aussicht vom Boroka Lookout genossen. Außerdem haben wir in Halls Gap diesen tollen Eisladen Coolas Ice Creamery entdeckt, der seine Waffeln noch selber herstellt. Ein Besuch ist ein Muss. Nicht nur die Waffeln schmecken fantastisch auch das Eis hat einiges zu bieten. Wir sind absolute Fans von dem Lakritz Eis. Ein weiteres Highlight in Halls Gap ist das Brambuk Cultural Centre. Der Eintritt basiert auf freiwilligen Spenden. Hier wird auf einem großen Areal die Geschichte der Aborigines erzählt.

Nach zwei Nächten mussten wir uns leider von den Grampians verabschieden, jedoch nahmen wir uns vor auf dem Rückweg nach Melbourne dort nochmal anzuhalten. Weiter ging es nach Adelaide. Dies war unsere erste richtig lange Fahrt mit Betty. Circa sechs Stunden sind wir gefahren. So eine Fahrt in Australien kann sehr langweilig sein. Auf der Strecke fährt man quasi nur geradeaus, zwischendurch mal ein Auto und noch seltener ein Ort. Der Highway ist meistens einspurig. Zwischendurch gibt es mal eine Überholspur und da dies die einzige Straße ist führt sie direkt durch die Orte. Ab und zu sieht man auch mal einen Fahrradfahrer auf dem Highway. In Australien wird geteilt. Leider auch mit Tieren. Auf allen unseren Fahrten haben wir geschätzt alle 50km tote Kängurus am Straßenrand liegen sehen.

Adelaide

Angekommen in Adelaide wurden wir von einem Alpaka auf dem Campingplatz begrüßt. Wir tauften ihn Ronny, da er wie ein kleiner verprügelter Türsteher aussieht. Außerdem konnte man hier jeden Tag Koalas in den Bäumen entdecken. Wer also viele wilde Tiere in Australien entdecken möchte, muss sich einfach nur einen Camper mieten.

Die Stadt Adelaide ist relativ klein und übersichtlich. Somit kann man größtenteils alles zu Fuß erkunden. Wir haben im botanischen Garten gestartet. Es ist nicht der schönste botanische Garten, den wir uns auf unserer Reise angeschaut haben, aber man sollte zumindest eine kleine Runde in ihm drehen. Uns hat besonders „The Palm“ ein victorianisches Glashaus gefallen, in dem eine Sammlung madagassischer Pflanzen ausgestellt werden. Das zweite Highlight war das Konservatorium, welches gefährdete tropische Regenwaldpflanzen beherbergt.

Anschließend haben wir uns auf den Weg zur Rundle Road gemacht. Diese Straße ist vergleichbar mit der Mönckebergstraße in Hamburg. Ein Geschäft reiht sich an das andere und man kann gemütlich durch die Fußgängerpassage spazieren. Wieder auf dem Campingplatz angekommen, haben wir entspannt und unser Abendessen zubereitet. Für diesen Abend haben wir mal das Portemonnaie geöffnet und uns zwei schöne Stücke Rinderfilet gegönnt. Die meisten Campingplätze bieten Gasgrills zur freien Verfügung an und somit konnten wir unser Steak gemütlich bei einem Ginger Bier genießen. Am nächsten Tag ging es weiter nach Port Augusta.

Port Augusta / Whyalla

Die dreieinhalbstündige Fahrt von Adelaide nach Port Augusta ging recht schnell um. Als wir in Port Augusta ankamen, stellten wir uns die Frage, ob der Ort wirklich eine Übernachtung wert ist. Nach ein paar Minuten Recherche haben wir uns entschieden, nur kurz bei einem Fish and Chips Restaurant in Port Augusta anzuhalten, welches mit Abstand die besten Bewertungen in der Umgebung hatte. Neben dem Restaurant war ein kleiner Park, in dem wir die riesen große Portion verspeisten. Gut gestärkt, vielleicht auch etwas überfressen, aber hoch motiviert, fuhren wir weiter nach Whyalla. Der Campingplatz in Whyalla war direkt am Meer und nur der 30 Meter breite Strand trennte uns von diesem. Wir mussten erstmal unsere Kühlbox wieder auffüllen und sind daher in den Ort zum Einkaufen gefahren. Whyalla ist ein kleiner netter Ort, aber nichts was man unbedingt sehen muss, es sei denn man interessiert sich für die Stahlindustrie. Aus diesem Grund nutzten wir die Zeit auf dem Campingplatz, um unsere Wäsche zu waschen, unsere Bücher weiterzulesen und zu entspannen.

Port Lincoln

Die nächste Fahrt zog sich ziemlich in die Länge. Es waren zwar nur knapp unter 300 Kilometer und 3 Stunden Fahrt, gefühlt waren wir aber den ganzen Tag unterwegs. In Port Lincoln angekommen waren wir auf jeden Fall ganz schön erschöpft. Der Campingplatz (Port Lincoln Tourist Park) lag wieder wunderschön am Wasser und von unserem Stellplatz aus, hatten wir einen traumhaften Blick auf die umliegende Natur. Zwei Nächte hatten wir uns eingebucht und konnten somit runterkommen und uns Gedanken zu der weiteren Route machen.

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich in den Port Lincoln National Park fahren. Dieser sollte aber 12 Dollar Eintritt kosten und wir wollten für ein Stück Natur, welches wir von unserem Platz aus sehen konnten, nicht extra Geld ausgeben. Außerdem sind einige der Straßen im Nationalpark nur mit einem 4WD (Allradantrieb) zu befahren. Somit sind wir mit Betty etwas durch die Gegend gefahren und haben uns das Umland angeschaut. Abgerundet haben wir die Tage in Port Lincoln mit ein paar Spaziergängen am Wasser, bei denen wir Pelikane beobachten konnten.

Die Route war nun auch klar und wir machten uns wieder in Richtung Osten. Wir wollten unbedingt noch ein paar Tage im Grampians National Park verbringen und am Ende für mehr als eine Übernachtung auf Phillip Island Zeit haben. Daraus resultierend ergaben sich zwei ziemlich lange Fahrten.

Adelaide Stopover

Die Fahrt von Port Lincoln nach Adelaide hat knapp 7,5 Stunden gedauert. Vanessa und ich haben uns die Strecke aufgeteilt und somit war geteiltes Leid nur halbes Leid. Mit guter Musik und Freude auf das was vor uns lag, ging die Zeit wie im Fluge um. Wir sind nachmittags in Adelaide angekommen und haben auf dem gleichen Campingplatz wie beim letzten Aufenthalt in Adelaide übernachtet. Ronny begrüßte uns auch schon direkt am Eingang. Nach einer Mütze Schlaf sollte die nächste längere Strecke auf uns warten. 6 Stunden durch das Inland hieß es. Das Ziel der Grampians Nationalpark, gefühlt unser zweites Zuhause auf der Tour.

Grampians die Zweite

Als wir das Ortsschild passierten, war es nicht die Sonne, die am hellsten gestrahlt hat. Wir konnten unser breites Grinsen nicht verbergen. Dieser Ort ist einfach großartig. Es gab noch so viel zu erkunden und etwas Erholung haben wir auch nach den beiden Monsterfahrten gebraucht. Dieses Mal war etwas mehr im Ort und auf dem Campingplatz los. Es war Wochenende und es waren zwei Festivals in dem kleinen Ort zu Besuch. Wir versuchten den Festivalgängern aus dem Weg zu gehen und machten uns auf in die Natur. Wer im Süden Australiens unterwegs ist muss hier einen Stopp einlegen. Ansonsten verpasst man eine schöne Seite von Australien.

Bei unserem zweiten Stopp haben wir den Ausblick vom Reeds Lookout und dem Aussichtspunkt „The Balconies“ genossen. Natürlich haben wir uns das Eis in der tollen Eisdiele auch nicht entgehen lassen. Wenn ich mich richtig erinnere, waren wir jeden Tag da und wurden immer herzlichst begrüßt. An zwei Abenden haben wir noch mit unseren Eltern geskypt und haben sie mit auf die Känguruwiese genommen. Es ist eine großartige Möglichkeit das jetzt und hier zu teilen. Dieses Mal haben wir auch viele Emus gesehen, die beim ersten Besuch nicht da waren.

Ballarat / Torquay

Nächster Halt Ballarat. Diese Stadt ist einer der größten Städte Australiens, die nicht an der Küste liegt. Bekannt geworden ist Ballarat insbesondere durch den victorianischen Goldrausch Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1858 wurde der „Welcome Nugget“ in der Ortschaft gefunden. Mit einem Gewicht von 62,85 Kilogramm, war dies der drittgrößte Gold Nugget seiner Zeit. Eine rekonstruierte Goldgräberstadt führt die Besucher zurück in die vergangene Zeit. Laienschauspieler lassen dieses Museum noch echter wirken. Auch die Geschäfte sind nicht nur Fassade, sondern verkaufen tatsächlich Waren. Wir sind beim Bäcker fündig geworden. Bei einem Besuch der Geschäfte erzählen einem die Verkäufer auf Nachfrage auch Geschichten aus vergangener Zeit. Vanessas Papa hätte hier wohl mindestens zwei Tage verbringen können, da auch die alten Maschinen z.B. für die Miene noch alle in Takt und genutzt wurden. So haben wir uns die Öfen etc. genauer erklären lassen. Weiteres Highlight war ein tatsächlicher Mienenrundgang, der den Fund des „Welcome Nugget“ darstellt. Man geht 50 Stufen herab in die Miene und wandert durch kleine Gänge. Wir waren völlig hin und weg und waren hinterher froh, dass wir die 36 EUR pro Person investiert haben.

Anschließend sind wir nach Torquay gefahren. Dieser Ort ist genau das Gegenteil von Ballarat. Er ist bekannt für seine Surfer Szene und eher modern aufgebaut. Viele kleine Surfshops tummeln sich entlang der Straßen. Den ein oder anderen haben wir natürlich auch besucht. Die Portemonnaies jedoch vorher versteckt. Der Campingplatz war mit Abstand der teuerste auf unserem Trip. Mit 55 AUD (35 EUR) pro Nacht schlug dieser zu buche und wir waren etwas geschockt. Zum Glück haben wir nur eine Nacht dort verbracht und haben dann schnell das Weite gesucht, denn es war nicht nur der teuerste, sondern auch einer der schlechtesten.

Phillip Island

Die nächsten drei Nächte durften wir Phillip Island unser Zuhause nennen. Die Fahrt war verhältnismäßig kurz, so dass wir den Nachmittag bereits nutzen konnten. Voller Vorfreude auf die Pinguine fuhren wir als erstes zur Pinguin Parade. Wir hatten einen guten Zeitpunkt erwischt, denn normalerweise sieht man tagsüber keine Pinguine. Im Februar kann man jedoch auch tagsüber viele Pinguine entdecken. Zum einen die Jungen, die noch kein wasserfester Federkleid haben und tagsüber auf ihre Eltern warten, sowie die Pinguine, die ihr Federkleid erneuern. Die Pinguine, die ihr Federkleid erneuern, um wasserfest zu bleiben, müssen vorab ihr Körpergewicht verdoppeln, da sie ca. drei Wochen zwischen Februar und April an Land bleiben und in der Zeit nicht essen.

Die Ausstellung der Pinguin Parade, sowie der Holzpfad zum Strand sind tagsüber kostenfrei. Abends benötigt man eine Eintrittskarte für die Pinguin Parade. Hier gibt es natürlich unterschiedliche Preiskategorien. Wir entschieden uns für eine geführte Ranger Tour an unserem letzten Abend.

Nach dem ersten Besuch der Pinguin Parade fuhren wir weiter zum Nobbies Point. Auch hier gibt es viele Holzpfade entlang der Küste, von denen man Seerobben mit dem Fernglas erspähen kann. Der Nobbies Point bietet eine tolle Aussicht auf die vorgelagerte Küste. So entschieden wir uns zum Sonnenuntergang wieder zu kommen. Hier muss man sagen, bisher sind wir im Dunkeln nicht gefahren, da unsere Autoversicherung keine Fahrten zwischen Sonnenuntergang und -aufgang abgedeckt hat. Aber dieses Mal wollten wir es wagen. Der Sonnenuntergang vom Nobbies Point ist wirklich wunderschön. Leider (dachten wir zumindest im ersten Moment) wird der Holzpfad, sowie der Parkplatz schon vor Sonnenuntergang geschlossen und man wird aufgefordert loszufahren. Im Nachhinein haben wir verstanden warum und können dies vollkommen nachvollziehen. Die gesamte Straße zum Nobbies Point wird nach dem Sonnenuntergang und später auch noch das Teilstück zur Pinguin Parade gesperrt. Dies passiert zum Schutz der Tiere. Als wir zum Sonnenuntergang wieder in Richtung Campingplatz gefahren sind, waren die Straßenränder und auch Straßen voll mit Gänsen und Wallabys (kleinen Kängurus). Häufig konnten wir nur in Schrittgeschwindigkeit fahren und waren froh, als wir und unsere Betty unversehrt auf dem Campingplatz angekommen sind.

Die Tour zur Pinguin Parade und Nobbies Point wiederholten wir ab da an täglich, um zu schauen was sich so verändert hat und weil wir so beeindruckt waren. Die übrige Zeit verbrachten wir damit, anderen beim Surfen zuzuschauen. Leider gibt es nicht überall Surfverleihe und häufig sind diese auch sehr teuer. Somit mussten wir dieses Mal neidisch zuschauen. Die übrige Zeit haben wir entspannt oder für Neuseeland recherchiert.

An unserem letzten Abend stand als krönender Abschluss unserer Camping Tour die geführte Ranger Tour an. Zusätzlich zu den besseren Plätzen für die Pinguin Parade, hatten wir uns davon interessanten Input erhofft.

Zunächst einmal kurz eine Erklärung was wir mit Pinguin Parade meinen: Jeden Abend nachdem die Sonne untergegangen ist, kommen die Pinguine von ihrer Fischjagd zurück. Dabei kommen sie in Gruppen aus dem Wasser, um zu ihren Erdhöhlen zu laufen. Dies ist für die Pinguine sehr gefährlich, da sie auf dem Strandstück relativ ungeschützt sind. Häufig entscheiden sie sich um und laufen zurück ins Wasser, bis einer mutig genug ist. Sie laufen dann häufig zu den Steinen und bewegen sich Stück für Stück vorwärts. Sie legen sich dann auf den Bauch, denn mit ihren dunklen Rücken sehen sie für Angreifer von oben aus wie Steine. Sobald sie das Gefühl haben, dass die Luft rein ist, nehmen sie allen Mut zusammen und rennen so schnell sie können über den Strand hin zu den Wegen zu ihren Nestern, wo sie wieder geschützter sind.

Man muss sagen, dass mit der Anzahl an verkauften Tickets das ganze an eine Massentourismus-Veranstaltung erinnert. Es gibt zwei riesige Tribünen, auf denen die Gäste mit den günstigsten Tickets sitzen. Zusätzlich gibt es noch mehrere abgetrennte kleinere Bereiche für die teureren Preiskategorien. Bei unseren Plätzen passten nur ca. 40 Personen hin und man war deutlich dichter an den Pinguinen dran. Außerdem konnte man hinterher von den Holzpfaden zusehen, wie die Pinguine zu ihren Erdhöhlen watschelten, ohne in einer Menschenmenge stehen zu müssen. Alleine dafür hat sich die Ranger Tour gelohnt, jedoch hätten wir uns mehr Informationen erhofft. Fotos oder Videos haben wir davon nicht, da es verboten ist die Pinguine zu fotografieren. Das Licht der Kameras und Handys irritiert die Pinguine und kann dazu führen, dass sie den Fischbrei für ihre Kinder erbrechen und wieder zurück ins Meer laufen. Resultat daraus ist, dass die Kinder kein Essen bekommen. Dies wurde immer wieder erklärt, sei es über Mikrofone oder von Rangern, leider gibt es immer wieder Menschen, die nicht hören wollen und dies ignorieren.

Wir können einen Ausflug nach Phillip Island nur empfehlen und sind froh einen so tollen Abschluss unserer Campingreise gehabt zu haben.

Melbourne

Unser vorerst letzter Stopp auf unserem Abenteuer Australien führte uns nach Melbourne. Der damalige Goldrausch ging nicht spurlos an Melbourne vorbei. Die Stadt hat sich besonders in der Zeit des victorianischen Goldrausches zu einem Handels- und Geschäftszentrum entwickelt. Das Gold lockte Leute von der ganzen Welt an und verwandelte die Stadt in ein multikulti Zentrum. Das Gesamtbild macht Melbourne heute zu einer besonderen Stadt in Australien. Kunst und eine ausgeprägte Kaffeekultur sind das Aushängeschild des heutigen Melbournes.

Wir hatten insgesamt vier Tage, um alles aufzusaugen. Am ersten Tag haben wir an einer kostenlosen Sightseeingtour teilgenommen, die täglich angeboten wird. Jeder kann teilnehmen und hinterher entscheiden, wie viel Geld ihm diese Tour nun wert war. Wir können diese Tour sehr empfehlen, da man so einen kleinen Überblick erhält, wo sich alles in Melbourne befindet. Nach der Tour sind wir über den Queen Victoria Market geschlendert. Dieser ist vergleichbar mit dem Fischmarkt in Hamburg, nur größer und man muss nicht so früh aufstehen. Von Obst/Gemüse, über Fleisch/Fisch bis hin zu Kleidung kann man alles auf diesem Markt kaufen. Ganz besonders hat uns die Bratwurst im Brötchen mit Senf und Sauerkraut gefallen. Die Heimat fehlt uns wohl doch ein wenig.

Am zweiten Tag sind wir am Ufer des Yarra Flusses entlangspaziert. Das Ziel war der Olympia Park in dem unter anderem die Rod Laver Arena angesiedelt ist, in der die Australian Open ausgetragen werden. Anschließend zog es uns in eine der vielen Gassen, in denen kleine Restaurants und Cafés zu finden sind. Zumindest Vanessa wollte Melbourne nicht verlassen, ohne einen Kaffee gekostet zu haben. Ihr hat der Kaffee als Nicht-Kaffeeexpertin sehr gut geschmeckt.

Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner Sahneseite und somit zog uns die Sonne nach St. Kilda an den bekanntesten Strand Melbournes. Die Promenade ist sehr schön angelegt und der Strand lädt zum relaxen ein. Keine 200 Meter entfernt ist der Freizeitpark Luna Park, der besonders für Familien ein Highlight darstellt. Wir sind nach unserem Strandbesuch entspannt die Acland Street mit ihren Restaurants und Cafés hoch und runter gegangen. Nach einer Stärkung ging es zurück ins Hostel.

Recherche, Bilder bearbeiten und Blogbeiträge dürfen auch in einer Großstadt nicht zu kurz kommen. Die restliche Zeit haben wir somit für all diese Dinge genutzt und freuen uns nun auf unser nächstes Ziel…NEUSEELAND!

Ein Gedanke zu „Das Abenteuer mit Betty geht weiter – Unterwegs durch Victoria und Süd Australien

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