Australien

Australiens Ostküste – Klappe die Erste (1/3)

Leuchtturm, Meer, Klippen

Der letzte Blogbeitrag ist nun schon fast einen Monat her, deshalb wird es langsam Zeit, dass wir mal wieder aktiv werden. Wir hatten die letzten Wochen viel um die Ohren und das ist absolut im positiven Sinne gemeint. Die Zeit für Fotos bearbeiten und Blogbeiträge schreiben ist dabei etwas auf der Strecke geblieben.
Wie im letzten Blogbeitrag erwähnt, ging es für uns nach zwei weiteren Tagen in Sydney zu Vanessas Gastfamilie nach Gosford. Das liegt mit dem Zug etwa 1,5 Stunden nördlich von Sydney. Der kurze Aufenthalt dort war sehr schön. Wir haben viel gelacht, sehr gut gegessen, im Pool entspannt und sogar in Vanessas Bett von 2011 übernachtet. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Newcastle. Oft hatten wir gelesen, dass man sich Newcastle auch sparen kann und auch Vanessas Gastfamilie hat uns etwas schief angeschaut, als wir ihnen erzählten, dass wir zwei Nächte in Newcastle bleiben würden. Uns hat der kleine Ort tatsächlich sehr gut gefallen. Fotos haben wir jedoch nicht so viele gemacht und haben die Zeit ohne Kamera genossen. Wir können den Memorial Walk, die Parks und Strände auf jeden Fall empfehlen.

Nun stand unsere erste Fahrt mit dem Greyhound Bus an und es ging als erstes nach Byron Bay. Hier hatten wir uns ein paar mehr Nächte eingebucht, um das Flair des Orts in vollen Zügen genießen zu können.

Byron Bay

Byron Bay ist ein kleiner Küstenort an der Ostküste. Bekannt ist er besonders für seine tollen Strände, sowie Surf- und Tauchspots. Der kleine Ort hat eine Hauptstraße, an der sich Läden, Bars und Hotels die Klinke in die Hand geben. Hier kann man Sachen kaufen, für die man überall sonst schief angeschaut werden würde. Hippie-Shirts sind da ganz vorne mit dabei. Die Atmosphäre in Byron Bay ist sehr schön, besonders wenn man abends durch die Straße schlendert und die Straßenmusiker ihr Talent zur Schau stellen. Ein Eis von der Eisdiele Bella Rosa darf dabei auch nicht fehlen.

Ein weiteres Highlight in Byron Bay war der Leuchtturm Walk. Um 4.30h klingelte morgens der Wecker und wir machten uns auf den Weg. Nach gut 45 Minuten und 3 Kilometern haben wir den Sonnenaufgang am Fuße des Leuchtturms genossen. Die paar Tage waren sehr erholsam und der Ort ist auf jeden Fall einen Halt wert.

 

Surfers Paradise

Von Byron Bay ging es für eine Nacht weiter nach Surfers Paradise. Ursprünglich wollten wir zwei Nächte bleiben, waren dann aber doch froh uns nur für eine Nacht eingebucht zu haben. In Surfers Paradise kann man in Themenparks mit Achterbahnen gehen, am Strand liegen und durch die Nachtclubs ziehen. Wir haben am Abend an einer Bar-/Clubtour teilgenommen. Empfehlen können wir so eine Tour nicht unbedingt. Die Bars und Clubs waren leer, die Freigetränke haben einmal kurz am Alkohol gerochen und die Partyspiele sind vielleicht was für 18-jährige.

Brisbane

Von Surfers Paradise ging es weiter nach Brisbane. Dort haben wir uns für zwei Nächte ein kleines Appartement gegönnt.  Brisbane ist die Hauptstadt des Bundesstaates Queensland und hat knapp über 2 Mio. Einwohner. Für uns gab es nur zwei Highlights in der Stadt. Das war zum einen das Viertel Fortitude Valley und das Lone Pine Koala Sanctuary. Unsere Unterkunft lag direkt im Fortitude Valley und in nur ein paar Schritten haben wir die Story Bridge erreicht. Diese Brücke ist nach der Sydney Harbour Bridge die bekannteste Brücke im Land. Man kann sie bei einem Spaziergang am Brisbane River in Ruhe bestaunen. Besonders bei Dunkelheit ist die Brücke mit seinen vielen Lichtern schön anzusehen. Viele Einheimische kommen zum Abend an den Fluss herunter für einen Spaziergang oder einen Besuch in den vielen Restaurants oder Bars.

Das Lone Pine Koala Sanctuary liegt etwa eine Stunde außerhalb von Brisbane. Wir sind dort mit dem öffentlichen Bus hingefahren. Die Fahrt kostet pro Person ca. 5 AUD (3,20 EUR) pro Strecke. Der Eintritt in den Park kostet 37 AUD pro Person (23 EUR) und ist sein Geld wirklich wert. Es gibt eine Menge Koalas, Kängurus und andere Tiere zu bestaunen. Das Areal ist sehr schön angelegt und man kann dort gut 2-3 Stunden verbringen. In Australien gibt es nicht mehr viele Orte, an denen man Koalas auf den Arm nehmen darf. In diesem Park ist es noch erlaubt, jedoch ist es recht teuer. Zusätzlich zu dem Eintrittspreis kommen pro Person nochmal 25 AUD (16 EUR) auf die Kostenseite. Wir fanden es etwas zu viel, da wir maximal 20 Sekunden den Koala auf dem Arm hatten. Wer einen Koala nur streicheln möchte, kann dies auch günstiger haben. Es findet am Tag ein Meet and Greet mit einem Koala und einem Pfleger statt. Dort kann man den Koala zwar nicht selbst auf den Arm nehmen, aber streicheln und zwar kostenfrei. Wer in Brisbane ist, sollte hier vorbeischauen.

 

Noosa

Nach drei Stunden im Greyhound Bus erreichten wir Noosa. Ankunft war an der Noosa Junction ca. 500 Meter von unserer Unterkunft für die nächsten vier Nächte. Dieses Mal haben wir über Airbnb ein Privatzimmer gebucht. Suzie unser Host empfing uns freudestrahlend und erzählte uns gleich alles über den Ort. Wir hatten Glück, dass noch Schulferien waren, denn die meisten öffentlichen Busse waren in dieser Zeit kostenlos. Die 1,2 Kilometer zum Strand konnten wir also immer entspannt mit dem Bus fahren. In Noosa haben wir einen Coastal Walk durch den Nationalpark gemacht, am Strand relaxed und Noosaville angeschaut. Einen Tag haben wir uns Surfboards ausgeliehen, um unserem Hobby endlich mal wieder nachzugehen. Die Wellen waren leider nicht optimal, doch der Spaßfaktor war trotzdem ganz weit oben.

Der Ort war allerdings nicht das einzige Highlight. Wir hatten ganz besondere Abende mit Suzie. Sie hat eine spannende Lebensgeschichte und ist ein herzensguter Mensch. Meist aßen wir zum Abendbrot zusammen und haben unsere Reiseerlebnisse ausgetauscht. Suzie hat als Köchin (meist als Privatköchin) bereits in 45 Ländern gearbeitet. Zu ihren Kunden zählten Sportprofis, Sänger und sogar eine Königsfamilie. Es war unglaublich spannend ihre Geschichten zu hören. Aktuell arbeitet sie an ihrem eigenen Buch. Wir können es kaum erwarten bis das Buch auf den Markt kommt. Suzies Spezialität ist die Thailändische Küche. An unserem letzten Abend lud Suzie ihre Nachbarn und uns zum Essen ein. Sie zauberte ihr Grünes Curry und brachte uns sogar bei wie man es kocht.

 

Der nächste Bus Stopp war in Hervey Bay. Was wir dort erlebt haben, folgt im nächsten Teil der Ostküsten Trilogie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.