Australien

Albtraum und Paradies liegen manchmal nah bei einander (3/3)

Kolja, Leute, Meer, Boot

Mit dem Bus sind wir ca. 12,5 Stunden von Hervey Bay nach Airlie Beach gefahren. Unsere Erwartungen waren riesig, denn in Airlie sollte unsere Segeltour zu den Whitsunday Islands starten. Diese Tour war für Vanessa 2011 ihr absolutes Ostküstenhighlight. Das Wetter wurde immer schlechter umso weiter wir in den Norden kamen. Es regnete in Strömen und es war ziemlich stürmisch. Um 10 h kam unser Bus in Airlie an und die Abfahrt mit dem Boot war um 14 h. Somit hieß es umpacken und Boarding Pass vom Reiseveranstalter abholen.

Das Wetter wurde eher schlechter als besser, aber die Hoffnung auf Besserung war noch da. Die Boomerang war unser Boot und die Crew begrüßte uns voller Vorfreude auf die Tour. Aufgrund des Regens war die Stimmung unter uns Teilnehmern noch nicht ganz so gut. Wir machten uns auf die Reise Richtung Whitsundays. Auf Grund des vielen Regens gab es an vielen Stellen Wasserfälle. Einen besonders großen davon besuchten wir am ersten Tag. Somit hatte der Regen auch einen Vorteil. Im Anschluss ging es weiter in eine ruhige Bucht, in der wir für die Nacht den Anker setzten.

Der zweite Tag begann früh. Um 6:30 h wurden alle aus dem Bett geklingelt. Das Wetter hatte sich leider nicht geändert und der Wellengang hatte eher zugenommen. Es schaukelte wie verrückt und einige Passagiere, einschließlich mir, wurden seekrank. Ich war froh, dass der erste Stopp ein Landgang war, somit konnte ich mich etwas erholen. Leider schüttete es in Strömen und es war ziemlich kalt. Der Strand war trotzdem ein Highlight und vom Aussichtspunkt konnte man erahnen, welch ein Paradies sich hier erstreckt, wenn die Sonne scheint und der Wasserstand niedriger ist. Zurück auf dem Boot ging die Fahrt weiter zu einem Schnorchel Spot. Mir ging es noch schlechter, daher bin ich auf dem Boot geblieben. Vanessa ist mit dem Beiboot mit rausgefahren und hat sich die riesen Fische aus dem Motorboot angeschaut und gefüttert. Anschließend haben wir uns wieder einen Übernachtungsplatz in einer Bucht gesucht.

Am nächsten Morgen waren wir wieder recht früh wach, da das Boot ordentlich durchgeschüttelt wurde. Man konnte nicht auf der Seite schlafen, da man immer umgekippt wäre. Nach dem Frühstück hatten wir die Möglichkeit noch in dieser Bucht Schnorcheln zu gehen. Es konnten sich aber nur eine Handvoll Leute durchringen. Vanessa und ich sind auf dem Boot geblieben. Anschließend haben wir uns auf die Rückfahrt nach Airlie gemacht. Man kann es nicht anders sagen, aber wir waren mehr als froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Auf dieser Tour haben wir leider feststellen müssen, wie nah Paradies und Albtraum beieinander liegen können. Die Tour können wir trotzdem wärmsten weiterempfehlen, aber man sollte lieber im australischen Winter vorbeischauen. Wir haben nicht so viele Bilder aufgrund des Wetters gemacht. Anbei eine kleine Auswahl:

 

Nun sitzen wir schon seit einigen Tagen in Airlie Beach fest und sind gezwungen auch mal zu entspannen. Grund hierfür ist, dass durch den starken Regen viele Straßen in Queensland überflutet sind und man nicht in Richtung Norden fahren kann. Eigentlich wollten wir noch nach Cairns und hatten eine Tour zum Cape Tribulation gebucht. Diese Pläne mussten wir nun über den Haufen werfen und neue schmieden. Ihr dürft also gespannt sein, was als Nächstes kommt…

Ein Gedanke zu „Albtraum und Paradies liegen manchmal nah bei einander (3/3)

  1. Hallo Kolja, möchte mich wieder einmal melden. Ist schon wirklich toll und beeindruckend, was Ihr so alles zu sehen bekommt und erlebt. Wünsche Euch weiterhin viel Spaß und tolle Entdeckungen. Bleibt neugierig. Liebe Grüße, Nobby

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